Energie
Wir verwenden bei der Papierherstellung in unseren Fabriken eine Reihe verschiedener Energiequellen: Holzschnitzel, Torf, Schlamm, LPG (Liquid Petroleum Gas), Öl, Strom, Erdgas und Steinkohle (in Polen und Deutschland). Der Verbrauch an Wärmeenergie bei der Tissue-Produktion liegt bei 9 GJ/Tonne, der Stromverbrauch bei 1,5 MWh/Tonne. Diese Zahlen berücksichtigen auch den Energieverbrauch aus der Druckfarbenentfernung.
Der Nettoverbrauch an Energie für die Herstellung von chemischem Zellstoff liegt bei nahezu Null, da in den modernen Zellstoff-Fabriken Energie als Nebenprodukt der Ligninverbrennung in internen Prozessen anfällt. Eine moderne Zellstoff-Fabrik produziert mehr Wärmeenergie und Elektrizität als sie selbst benötigt, so dass andere den Überschuss nutzen können. Die nicht für die Zellstoffproduktion benötigte Holzmasse wird verbrannt und die dabei entstehende Energie rückgewonnen.
Bei der Aufbereitung von Altpapier zu Papierzellstoff fällt Schlamm aus der Druckfarbenentfernung an. Auch bei der Klärung der Abwässer aus den Druckfarbenentfernungs- und Papierherstellungsprozessen entsteht Schlamm. In der Vergangenheit wurde dieser Schlamm auf Deponien verbracht. Heute kann er dagegen unter Rückgewinnung der in ihm enthaltenen Wärmeenergie verbrannt werden. In unserem Werk Katrinefors etwa ersetzen heute 70.000 Tonnen Schlamm gut 5.500 m3 Öl. Zugleich wurde die deponierte Schlammmenge um 90 Prozent reduziert. Die Verwendung von Schlamm als Brennstoff reduziert die Kohlendioxidemissionen deutlich.